Herbst, Zeit Wurzeln zu graben
Herbst, Zeit Wurzeln zu graben
Im Mittelalter, als es noch keine Apotheken gab und die Menschen auf Vielerlei heilsame Schätze der Natur angewiesen waren, gab es den Beruf des Buckelapothekers und auch den Beruf des Wurzelgräbers.

Im Mittelalter, als es noch keine Apotheken gab und die Menschen auf Vielerlei heilsame Schätze der Natur angewiesen waren, gab es den Beruf des Buckelapothekers und auch den Beruf des Wurzelgräbers.
Viel altes Wissen ist zum Glück überliefert und findet heute noch Anwendung.
Die Gelehrten, Heiler und Wissenden haben uns einen reichen Schatz an Erfahrungen, Wissen und Rezepten hinterlassen, auf die wir heute noch zurückgreifen können.
Ein Teil der Heilpflanzenkunde bedient sich an den unterirdischen Schätzen, den Wurzeln.
Wenn der Sommer geht und die heilkräftigen Inhaltsstoffe sich zurückziehen in die Teile der Pflanze, die im Verborgenen liegen.
Ab Oktober, meist nach dem ersten Vollmond, beginnt man mit dem Graben der Wurzeln.
Bis in den November und auch Dezember, je nach Wetterlage graben wir.
Viele Pflanzen können wir so u. A. nutzen: Alant, Beinwell, Brennessel, Blutwurz, Löwenzahn, Engelwurz oder auch die Wilde Karde, um Einige zu nennen.
Früher grub man mit einem Rehgeweih. Man hebelte so vorsichtig die Wurzeln aus dem feuchten Erdreich.
Heute haben wir modernere Gerätschaften.
Die Wurzeln werden gründlich gereinigt, aber nicht geschält.
Weiter verarbeitet werden sie entweder zerkleinert und frisch zu entsprechenden Tinkturen, oder auch zerkleinert und getrocknet zu Pulvern, Tees, Ölauszügen und Schnäpsen. Weiteres findet ihr in meinem Arbeitsbuch „Naturschätze im Herbst und Winter – Schmackhaftes, Gesundes und Magisches“ in meinem Shop oder in meinen Seminaren.